FAQ
Häufige Fragen zu MID-Invest

© Looker_Studio - stock.adobe.com

+++ HINWEIS +++

Von 24.12.2021 bis 03.01.2022 ist der Projektträger Jülich im Betriebsurlaub. Währenddessen findet keine Beratung für Antragsteller/innen und Geförderte statt! Wenden Sie sich bei dringenden Fragen bitte vorher an Ihre/n jeweilige/n Ansprechpartner/in (s. Kontakt). Ab dem 03.01.2022 sind wir wieder wie gewohnt für Sie erreichbar.

Das MID-Invest ist ein Teilprogramm des Förderprogramms Mittelstand Innovativ & Digital. Mit diesem Teilprogramm können kleine und mittlere Unternehmen eine Förderung beantragen für erstmalige Investitionen in Hard- und Software sowie die fachmännische Implementierung/Installation und Einweisung dieser.

Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Teilprogramm MID-Invest. Sollte Ihre konkrete Frage hier nicht beantwortet werden, kontaktieren Sie uns gerne. Alle relevanten Dokumente finden Sie zum Download in der nebenstehenden grauen Box oder auf unserer Download-Seite.

Fördervoraussetzungen

Förderrahmen

Losverfahren

Antragstellung

Ablauf der Förderung

Administratives

Projektabschluss

Fördervoraussetzungen

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um eine Förderung durch MID-Invest zu beantragen?

Das Teilprogramm MID-Invest wendet sich an kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen.

Ausgenommen von der Förderung bei MID-Invest sind Soloselbstständige ohne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (siehe hierzu die Frage: Wie werden Soloselbstständige definiert?).

Das geförderte Unternehmen muss in Nordrhein-Westfalen niedergelassen sein. Die getätigte Investition muss ihre Wirkung an einem Standort in NRW entfalten.

Um diese Frage zu beantworten, muss sowohl die Größe des Unternehmens (Mitarbeiterzahl, Umsatz- und Bilanzsumme) als auch die Beziehung zu anderen Unternehmen (Kapitalbeteiligung, Kontrolle von Stimmrechten, Recht zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses) berücksichtigt werden.

Unternehmensgröße

KMU werden definiert als Unternehmen, die weniger als 250 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigen und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro aufweisen. Für die Unterscheidung zwischen kleinen und mittleren Unternehmen, für die unterschiedliche Förderquoten zur Anwendung kommen, gelten folgende Abgrenzungen:

Kleines Unternehmen: weniger als 50 Mitarbeiter/innen (umgerechnet auf Vollzeitkräfte) und Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme von höchstens 10 Mio. Euro,

Mittleres Unternehmen: weniger als 250 Mitarbeiter/innen (umgerechnet auf Vollzeitkräfte) und entweder Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro oder Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro.

Maßgeblich sind dafür die Daten der letzten drei Jahresabschlüsse.

Beziehung zu anderen Unternehmen

Bei der Beziehung zu anderen Unternehmen sind die Kapitalbeteiligung, die Kontrolle von Stimmrechten und das Recht zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses entscheidend.

Der Benutzerleitfaden zur Definition von KMU der Europäischen Kommission liefert hier eine gute Anleitung zur Bestimmung Ihres Status und der notwendigen Daten. Hat das antragstellende Unternehmen verbundene oder Partnerunternehmen, kommt es auch auf die o. g. KMU-Daten dieser verbundenen oder Partnerunternehmen an.

 Als Soloselbstständige gelten Selbstständige, die keine weiteren Personen beschäftigen.

Start-ups können dann Förderanträge stellen, wenn bereits ein signifikanter Geschäftsbetrieb mit ausreichend Umsätzen erkennbar ist. Das Unternehmen muss die Gründungsphase abgeschlossen und abschließend eine Rechtsform gewählt haben. Zudem sollte die Eintragung im Handelsregister abgeschlossen sein und ein erster Jahresabschluss vorliegen.

Ein Unternehmen mit der Rechtsform „Unternehmen in Gründung“ ist von der Antragstellung ausgeschlossen.

Förderrahmen

Wie sehen die Rahmenbedingungen für MID-Invest aus?

Folgende Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) Hard- und Software wird im Rahmen von MID-Invest gefördert:

  • Spezifische Branchensoftwarelösungen zur Prozessdigitalisierung
  • Buchhaltungssoftware mit Anbindung an weitere Unternehmensprozesse, Unterstützung bei der Digitalisierung des Workflows
  • Customer-Relationship- Management (CRM)
  • Einsatz von Chatbots zur Stärkung der digitalen Beratung und Kundenorientierung
  • Waren- und Lagerwirtschaftssysteme und deren Vernetzung zur Weiterverarbeitung von bspw. Kassendaten
  • Dokumentenmanagementsysteme (DMS) mit Anbindung an weitere Unternehmensprozesse
  • Enterprise-Resource-Planning (ERP)
  • Funkboniersysteme (Hard- und Software) zur Weiterverarbeitung der Bestelldaten
  • Integrationssoftware-Lösungen zur Vernetzung von Anwendungen und Systemen
  • Sensoren/Aktoren/Spezialscanner zur lückenlosen Digitalisierung und Optimierung der internen Unternehmensprozesse (z. B. Bau-Vermessung, RFID Chips, Dentalscanner etc. einschließlich zugehörige Steuerungs- und Regelungstechnik/-Software)
  • Virtual und Augmented Reality Lösungen (Hard- und Software)
  • Anlagen, Maschinen und Geräte zur lückenlosen Digitalisierung und digitalen Optimierung der internen Unternehmens-/Produktionsprozesse (z. B. fahrerlose Transportsysteme, Mensch-Roboter-Kollaboration (Cobots), Additive Manufacturing (3D-Druck), CNC-Maschinen, einschließlich zugehörige Steuerungs- und Regelungstechnik/-Software)
  • Penetrationstest zur Bestimmung von IT-Sicherheitslücken
  • Firewall (Hard- und Software) zur IT-Sicherheit
  • Virenschutzsoftware in Verbindung mit einem Penetrationstest
  • Sicherheits-Managementsystem (ISMS) soweit am Ende ein Zertifikat erreicht wird und der Dienstleister von der DAkkS anerkannt ist
  • Digitaler Identitätsnachweis (z. B. digitale Signatur zur sicheren Kommunikation)
  • Mobile Device Management Systems zur Erhöhung der Datensicherheit
  • Integrationssoftware-Lösungen zur Vernetzung von Anwendungen und Systemen (SaaS-Lösungen)

Im Rahmen der Vornahme der Investition sind Tätigkeiten zur Implementierung/Installation und Einweisung dieser ebenfalls förderfähig, sofern sie von dem beauftragten Anbieter ebenfalls angeboten werden können (keine Unteraufträge, eine Rechnung).

Systemservice- und Lizenzgebühren (z. B. Nutzung von cloudgestützter Software (SaaS)), Wartung, und Leasing sind für 12 Monate im Rahmen der oben genannten Investitionen förderfähig. Diese Investitionen sind im Voraus zu bezahlen, sodass Sie nachweisen können, über welchen Zeitraum Sie diese erworben haben.

Nur die Erstbeschaffung bzw. entsprechende Lizenzen der gelisteten IT-Hard- und Software sind förderfähig. Eine Kombination mehrerer Investitionen ist möglich, sofern diese über einen Anbieter bezogen werden.

Die folgenden beispielhaften Investitionen/Ausgaben sind nicht förderfähig:

  • Hard- und Software einer grundlegenden Büroausstattung (z. B. PC, Laptop, Tablet, Smartphone, Telefon und Telefonanlage, Headset, Drucker, Scanner, Kamera, smarte Endgeräte, (Touch-)Bildschirme, Beamer und sonstige Arbeitsplatzausstattung, Bürosoftware (Textverarbeitung etc.), Standardbetriebssysteme)
  • Garantie und Garantieerweiterung
  • gesetzlich veranlasste Maßnahmen (z. B. Umsetzung der DSGVO, Anschaffung von Kassensystemen)
  • Multimedia-Soft- und Hardware (z. B. Ton- und Videotechnik, Kamerasysteme, Grafik-/Bildbearbeitungsprogramme)
  • Haustechnik/Infrastrukturmaßnahmen (z. B. elektronisches Schließsystem/Zutrittskontrolle, Zeiterfassungssysteme (Software inkl. Terminal), Elektroinstallationen, Baumaßnahmen für bspw. Breitbandanschluss oder Netzwerk innerhalb des Unternehmens, Kabel und Adapter)
  • Datensicherung und Datenspeicherung (z. B. interne und externe Festplatten, Server/Mailserver inkl. Betriebssystem, E-Mail-Archivierung, Systemservicegebühren für Speichermedien (Cloud-Server), Datentarife)
  • Beratungsleistungen (z. B. Workshops, nicht-technische Dokumentation, Digitalisierungsplan)
  • Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen
  • Navigationssysteme
  • Webseiten- und Webshoperstellung
  • Anlagen, Maschinen und Geräte ohne Bezug zur digitalen Optimierung der internen Unternehmens-/Produktionsprozesse (z. B. Verkaufs- oder Spielautomaten, Schankanlagen, etc.)
  • Kommunikations- und Kollaborationssoftware (Unified Communications and Collaboration) (z. B. Skype, MS Teams, Cisco, Zoom)
  • Ersatz- und Routinemaßnahmen (z. B. zusätzliche Hard-/Software für wachsende Mitarbeiterzahl, Updates bestehender Systeme ohne grundlegende neue Funktion)
  • Alleinige Implementierungs-/Installations- und Einweisungsdienstleistungen ohne Bezug zur angeschafften Investition Miete und Leasing von Rechner- und Datenspeicherinfrastrukturen (Infrastructure as a Service)
  • Software-Entwicklung in Form von Programmierdienstleistungen

Die Bewilligungsbehörde behält sich vor, weitere Investitionen/Ausgaben im Rahmen der Antragsprüfung von der Förderung auszuschließen, sofern diese nicht mit denFörderbestimmungen und Zielen des Programmes vereinbar sind.

Nein, eine Software-Entwicklung oder eine entsprechende Dienstleistung hierzu ist in diesem Programm nicht förderfähig (nähere Informationen dazu finden Sie bei der Frage „Welche Investitionen sind nicht förderfähig?“).

Alleinige Implementierungs-/Installations- und Einweisungsdienstleistungen ohne Bezug zur angeschafften Investition sind nicht förderfähig. Im Rahmen der förderfähigen Investition (nähere Informationen dazu finden Sie unter der Frage „Welche Investitionen sind förderfähig?“ ) ist jedoch eine entsprechende Dienstleistung förderfähig, sofern der Auftragnehmer diese anbietet. Es ist nur ein Auftragnehmer zugelassen.

Die Förderung beträgt bis zu 25.000 €. Bitte beachten Sie, dass die Mindestfördersumme bei 4.000 € liegt.

Die Förderquote hängt von der Größe des antragstellenden Unternehmens ab. Es gelten folgende Förderquoten:

 

Unternehmensgröße*

Max. Förderquote MID-Invest

Kleine Unternehmen
(ausgenommen von der Förderung sind Soloselbstständige)

50 %

Mittlere Unternehmen

30 %

 

*Zur Bestimmung Ihrer Unternehmensgröße s. Frage „Was ist ein kleines oder mittleres Unternehmen?“.

Die Fördersumme errechnet sich aus der Nettosumme des Angebotes sowie Ihrer Förderquote. Für die Berechnung ist auch die Größe Ihres Unternehmens wichtig.

Beispiel:

Ihr Unternehmen beschäftigt 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vollzeit und hat einen Jahresumsatz von 25 Mio. €. Das Unternehmen ist daher als mittleres Unternehmen einzustufen.

In diesem Fall ergibt sich eine Förderquote von 30% bei einer maximalen Förderung von 25.000 €.

 

Fall A:

Die Nettosumme im Angebot beträgt 25.000 €.

Dies ergibt eine Fördersumme von 7.500 € (Förderquote 30%)

Fall B:

Die Nettosumme im Angebot beträgt 90.000€.

Dies ergibt eine rechnerische Fördersumme von 27.000€ (Förderquote 30%).

Achtung: Hier greift die Regelung zur maximalen Fördersumme!

Die maximale Fördersumme von 25.000,00 € kann nicht überschritten werden. Die Mehrkosten entfallen auf den Eigenanteil.

Ja, die Ausgaben dürfen höher liegen. Eine Erstattung erfolgt lediglich bis zur maximalen Fördersumme. Die weiteren Ausgaben entfallen auf den Eigenanteil.

Gerne verdeutlichen wir dies an einem Beispiel:

Bei einem kleinen Unternehmen (siehe hierzu: „Was ist ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU)?“) mit einer Förderquote von 50% liegt die maximal mögliche Fördersumme bei 25.000 €. Die Rechnung für die Umsetzungsdienstleistung liegt bei 60.000 € netto.

Rechnerisch würde sich hier eine Fördersumme in Höhe von 30.000 € ergeben, es erfolgt allerdings eine Förderung in Höhe von 25.000 €, da damit die maximal mögliche Fördersumme erreicht ist.

Ja, eine Förderung ist nur möglich, wenn die Fördersumme die Untergrenze von 4.000 € überschreitet.

Beispiel I:

Bei einem Unternehmen mit einer Förderquote von 30% liegen die kalkulierten Projektausgaben bei 10.000,00 € (netto). Die rechnerische Fördersumme läge somit bei 3.000,00 €. Eine Förderung ist nicht möglich, da die zuwendungsfähigen Netto-Ausgaben unterhalb der minimalen Fördersumme liegen.

Beispiel II:

Bei einem Unternehmen mit einer Förderquote von 30% liegen die kalkulierten Projektausgaben bei 20.000,00 € (netto). Die rechnerische Fördersumme läge somit bei 6.000,00 €. Eine Förderung ist möglich, da die zuwendungsfähigen Netto-Ausgaben oberhalb der minimalen Fördersumme liegen.

Losverfahren

Was muss beim Losverfahren beachtet werden?

  1. Registrierung im Förderportal
  2. Teilnahme am Losverfahren
  3. Unternehmen erhält Zusage im Losverfahren für die Antragstellung
  4. Antragstellung im Förderportal
  5. Unternehmen erhält Zusage für MID-Invest
  6. Unternehmen investiert in die entsprechende Hard-/Software
  7. Unternehmen erhält die vorab definierte Fördersumme im Nachgang

Die Möglichkeit zur Einreichung eines Antrags auf Förderung wird monatlich im Rahmen eines algorithmus-basierten Losverfahrens bestimmt, d. h. unter allen registrierten Unternehmen wird am 1. des Monats eine vorab veröffentlichte Anzahl an Antragskontingenten zugewiesen.

Die genauen Termine und Kontingente entnehmen Sie bitte dem Antragstool.

Zur Anmeldung zum Losverfahren müssen Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse und einem Benutzernamen erstmalig für MID-Invest registrieren. Nach der Eingabe der Daten zu Ihrem Unternehmen müssen Sie Ihre Teilnahme am nächsten Losverfahren bestätigen.

Bitte beachten Sie, dass diese Bestätigung immer nur für das kommende Losverfahren gültig ist!

Beispiel: Sie bestätigen Ihre Teilnahme für das Losverfahren am 1. August. Leider werden Sie an diesem Termin nicht berücksichtigt. Um am Losverfahren am 1. September erneut teilnehmen zu können, müssen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten einloggen und die erneute Teilnahme am Losverfahren wieder aktiv bestätigen.

Nicht ausgewählte Unternehmen können im Folgemonat erneut am Zufallsverfahren teilnehmen. Hierzu muss nur die Teilnahme am Losverfahren für den nächsten Monat aktiv im Förderportal online bestätigt werden, eine neue Registrierung oder Dateneingabe sind nicht notwendig.

Die Registrierung, Bestätigung zur Teilnahme am Zufallsverfahren und Antragstellung sind ausschließlich über das Förderportal MID-Invest möglich.

Im Förderportal wird transparent kommuniziert, wie viele Registrierungen für das monatliche Losverfahren vorliegen.

Durch das Losverfahren erhalten alle Interessenten die gleiche Chance auf eine Förderung, weil die Schnelligkeit bei der Antragseinreichung keine Rolle spielt – also bspw. auch nicht die Datenübertragung oder personelle Kapazitäten.

Die von den ausgewählten Unternehmen eingereichten Anträge werden durch den Projektträger Jülich gemäß der Förderrichtlinie geprüft und bewilligt. 

D. h. zufallsbasiert zugewiesen werden nur die Antragskontingente und nicht die einzelnen Anträge oder Bewilligungen.

Pro Unternehmen ist nur eine Registrierung erlaubt und wird anhand Ihrer Daten überprüft.

Dies schließt verbundene Unternehmen bzw. Partnerunternehmen gemäß der aktuell geltenden KMU-Definition der EU, zurzeit die Empfehlung der Kommission vom 17.06.2014 (Nr. 651/2014), mit ein.

Das Losverfahren wird automatisch am 1. jeden Monat durchgeführt.

Ja, nach dem zufälligen Losverfahren erhalten Sie automatisch eine E-Mail mit dem Ergebnis der Ziehung. Diese automatisch generierte E-Mail erhalten Sie im Laufe des Tages der Ziehung.

Ein positives Ergebnis des Losverfahrens bedeutet jedoch noch keine Förderzusage!

Falls Sie bei der aktuellen Ziehung nicht berücksichtigt wurden, können Sie Ihre Teilnahme für das kommende Losverfahren erneut bestätigen. Dazu müssen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten einloggen und die Teilnahme wieder bestätigen.

Bitte beachten Sie, dass die Bestätigung immer nur für das kommende Auswahlverfahren gültig ist!

Nach dem Losverfahren erhalten Sie automatisch eine E-Mail mit dem Ergebnis der Ziehung. Wenn Sie ausgelost wurden, können Sie sich mit Ihren Zugangsdaten  wieder einloggen und dort Ihren Antrag für die geplante Investition einreichen. Eine positive Benachrichtung nach dem Auswahlverfahren bedeutet noch keine Förderzusage!

Bitte beachten Sie, dass Ihr Antrag innerhalb von 28 Tagen nach dem Auswahlverfahren eingereicht werden muss. Andernfalls verfällt die Möglichkeit der Antragstellung.

Erst wenn Ihr Antrag in Form eines Zuwendungsbescheides bewilligt wurde, dürfen Sie die Investition vornehmen.

Antragstellung

Was muss bei der Antragstellung beachtet werden?

Durch den aktuell geltenden CORONA-Erlass (Gültigkeitsdauer aktuell bis zum 31.12.2021) ist eine vereinfachte Antragstellung möglich.

Hierzu wird die unterschriebene und eingescannte Anlage Abschließende Erklärung zur Antragstellung MID-Invest im Uploadbereich des Antragstools zusammen mit den anderen benötigten Unterlagen hochgeladen. Der elektronische Antragseingang an den Projektträger Jülich ist somit rechtskräftig, ein postalischer Versand ist nicht notwendig. Nur vollständige Anträge können berücksichtigt werden.

Der Antrag ist in digitaler Form zu generieren und wird im Normalfall durch den postalischen Versand der Anlage Abschließende Erklärung zur Antragstellung MID-Invest an den Projektträger Jülich rechtskräftig. Nur vollständige Anträge können berücksichtigt werden.

Durch den aktuell geltenden CORONA-Erlass (Gültigkeitsdauer aktuell bis zum 31.12.2021) ist eine vereinfachte Antragstellung möglich und es ist ausreichend, den Antrag digital einzureichen. Die Abschließende Erklärung zur Antragstellung MID-Invest muss dabei unterschrieben und eingescannt hochgeladen werden.

Dem Antrag sind beizufügen:

  • eine Kleinbeihilfe-Erklärung (bei Antragseingang bis 31.12.2021)/eine De-minimis-Erklärung (bei Antragseingang ab 01.01.2022)
  • eine Kopie der Gewerbeanmeldung/des Handelsregisterauszuges (als GmbH bitte zwingend den Handelsregisterauszug beifügen),
  • ein Angebot mit Aussage über die Art der Investition

Bitte halten Sie die Dokumente als pdf bereit. Diese müssen im Rahmen der Antragstellung im Antragsmodul hochgeladen werden.

Aus dem eingereichten Handelsregistereintrag müssen mindestens die folgenden Informationen hervorgehen:

  • Adresse
  • Name des Unternehmens
  • Geschäftsführer/-in und Vertretungsbefugnis-Regelung
  • Falls eine (Verwaltungs-)Gesellschaft als einziger Geschäftsführer einer GmbH & Co. KG eingetragen ist, dann benötigen wir ebenfalls den Handelsregisterauszug dieser Gesellschaft

Mit der Existenzgründung besteht für folgende Rechtsformen die Pflicht zum Eintrag ins Handelsregister:

  • Eingetragene Kaufleute (e.K.)
  • Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG)
  • Personenhandelsgesellschaften (oHG, KG, GmbH & Co.KG) 

Für Kleingewerbe-Betriebe und Gesellschaften des bürgerlichen Rechts (GbR) ist der Eintrag freiwillig. Hier ist als Nachweis eine Gewerbeanmeldung ausreichend.
Freiberufler/-innen reichen eine Bescheinigung in Steuersachen (so steht es oft auf den Bescheinigungen der Finanzämter) des zuständigen Finanzamtes ein.
Für Steuerberater erfolgt die Eintragung bei der Steuerberaterkammer.
Für Ärzte oder Arztpraxen erfolgt eine Eintragung in die Ärztekammer bzw. in das Partnerschaftsregister.

Bei De-minimis-Beihilfen oder Förderungen handelt es sich um geringfügige staatliche Beihilfen. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf maximal 200.000 € pro Unternehmen (100.000 € für Straßengüterverkehrsunternehmen; VO 1408/2013: landwirtschaftliche Unternehmen aber 15.000 €) bzw. für einen Zeitraum von drei Steuerjahren.
Hierzu zählen alle Beihilfen für die Sie eine De-minimis-Erklärung erhalten haben wie z. B. NRW-Soforthilfe, PtJ-Zuschuss, BAFA-Beteiligung.
Wenn Sie unsicher sind, ob bereits gewährte Zuwendungen in der De-minimis-Erklärung erfasst werden müssen, wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Beihilfegeber.

Im Rahmen der Bundesregelung zur Kleinbeihilfe 2020 sind beihilfegebende Stellen befugt, sogenannte Kleinbeihilfen an Unternehmen bzw. Unternehmensverbunde im Sinne des Beihilferechts zu gewähren. Dabei darf die Kumulierung der Beihilfen die Obergrenze von 1.800.000 € nicht überschreiten (Aquakultursektor max. 270.000 €, Primärproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse max. 225.000 €). Dies schließt auch insbesondere De-minimis-Beihilfen mit ein.
Hierzu zählen außerdem alle Beihilfen, für die Sie eine Kleinbeihilfe-Erklärung erhalten haben wie z. B. Novemberhilfe, Dezemberhilfe, Überbrückungshilfe I-III.

Die Regelung tritt am 31.12.2021 außer Kraft.
Wenn Sie unsicher sind, ob bereits gewährte Beihilfen in der Kleinbeihilfe-Erklärung erfasst werden müssen, wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Beihilfegeber.

Der Digitalisierungsplan skizziert den zu erwartenden Mehrwert und Digitalisierungsfortschritt der geplanten Investition im Unternehmen.

Ja, dies ist möglich. Es muss sich dabei aber um voneinander abgegrenzte Vorhaben handeln.

In der Regel gilt: Projekte, die schon im Rahmen anderer Programme - der Europäischen Union, des Bundes oder der Länder - gefördert werden, können nicht nochmal durch MID-Invest unterstützt werden.

Das bedeutet: Eine Förderung für dasselbe Vorhaben aus mehreren Teilprogrammen ist nicht möglich (Ausschluss der Doppelförderung!).

Nein. Sie dürfen keinen Antrag stellen, wenn die Investition bereits beauftragt oder vorgenommen wurde. In diesem Fall gilt die bereits durchgeführte Investition als Maßnahmenbeginn. Ein Verstoß kann strafrechtliche Konsequenzen haben (Subventionsbetrug).

Ablauf der Förderung

Wie läuft die Förderung ab?

Erst nach Erhalt der Förderzusage in Form eines Zuwendungsbescheides dürfen Sie mit der geplanten Maßnahme beginnen und die Investition tätigen. Dabei ist das Datum des Beginns des Durchführungszeitraums ausschlaggebend. Dieses Datum kennzeichnet den bewilligten Projektstart. Alle Maßnahmen hinsichtlich Beauftragung, Bestellung o. ä., die vor diesem Datum getätigt werden, gelten als vorzeitiger Maßnahmenbeginn.

Es können alle Unternehmen der freien Wirtschaft beauftragt werden, sofern sie die Investitionen innerhalb des Förderrahmen anbieten können (siehe auch die Frage „Welche Investitionen sind förderfähig?“). Die Vergabe von Unteraufträgen ist nicht zulässig.

Eine Zertifizierung als Auftragnehmer/in ist nicht erforderlich.

Die Übermittlung der Unterlagen wird Ihnen durch eine automatisch generierte E-Mail bestätigt. Bitte nehmen Sie diese E-Mail zu Ihren Unterlagen. Ein weiteres Dokument wird nicht erstellt.

Sollten von administrativer oder auch fachlicher Seite Rückfragen bestehen, wird PtJ mit Ihnen in Kontakt treten.

Bitte senden Sie den Rechtsmittelverzicht und die subventionserhebliche Erklärung umgehend rechtsverbindlich unterschrieben zurück (postalisch oder per Fax). Sie finden diese Dokumente als Anlage 2 in Ihrem Zuwendungsbescheid.

Die Investition muss innerhalb eines Zeitraumes von maximal 6 Monaten vorgenommen und bezahlt werden. Dieser Zeitraum wird als Durchführungszeitraum definiert.

Eine Verlängerung des Durchführungszeitraumes über die gewährten maximal 6 Monate hinaus ist nicht möglich.

Bei Anträgen, die ab dem 01.01.2022 eingereicht werden, reduziert sich der Durchführungszeitraum auf 3 Monate.

Grundsätzlich ist dies nicht möglich. Bitte wenden Sie sich an Ihre/n Ansprechpartner/in bei PtJ.

Die Rechnung muss spätestens bei der Einreichung der Abrechnung bei PtJ bezahlt sein.

Aus Ihrem Zuwendungsbescheid können Sie aus Anlage 4 (Projektüberwachung) entnehmen, bis wann Sie die Abrechnung einreichen müssen.

Die Bereitstellung der Fördermittel erfolgt nach dem Ausgabenerstattungsverfahren, d. h. das Unternehmen tritt zunächst in Vorleistung.

Die Erstattung erfolgt einmalig nach Abschluss des Vorhabens und Begleichung einer Schlussrechnung beim Auftragnehmer/bei der Auftragnehmerin. Die Auszahlung der Fördermittel beantragen Sie durch Vorlage der Anlagen 5, 6 und 7 zum Zuwendungsbescheid bei PtJ.

Bitte reichen Sie die Unterlagen zum Mittelabruf postalisch oder per Fax ein:

Forschungszentrum Jülich GmbH
Projektträger Jülich Bereich TRI
52425 Jülich
Fax: 02461 - 61 8047

Das Verfahren wird zeitnah digitalisiert, sodass der postalische Versand dann entfallen wird.

Um Ihnen nach dem Durchführungszeitraum Zeit zu geben, die nötigen Nachweise zur Abrechnung bei uns vorzulegen, werden weitere 4 Wochen einkalkuliert. Sollten Sie ihr Vorhaben aus diversen Gründen vorzeitig abschließen, werden wir im Rahmen der vorhandenen Haushaltssituation prüfen, ob eine frühere Mittelauszahlung ermöglicht werden kann. Wir würden Sie deshalb bitten, uns rechtzeitig über einen möglichen früheren Projektabschluss zu informieren.

Nein, eine Abrechung erfolgt nur einmalig mit der Schlussrechung.

Es kann nur ein/e Auftragnehmer/in beauftragt werden. Ausnahmen sind nicht möglich.

Administratives

Wer darf Unterlagen unterzeichnen?

Der oder die Unterzeichnende/n muss/müssen befugt sein, den Zuwendungsempfänger gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten.

Nein. Dritte können nicht bevollmächtigt werden, für den Zuwendungsempfänger Informationen zu erhalten oder rechtsverbindliche Erklärungen abzugeben.

Projektabschluss

Was muss ich bei Abschluss des Projektes beachten?

Folgende Unterlagen sind zur Abrechnung nach Projektende bei PtJ einzureichen:

  • Kopie der Rechnung des Auftragnehmers/derAuftragnehmerin
  • Zahlungsnachweise/Buchungsbelege (Kopie Kontoauszug)
  • Anforderung der Zuwendungsmittel (Anlage 5)
  • Einfacher Verwendungsnachweis (Anlage 6)
  • Schlusssachbericht (Anlage 7)

Eine Ausfüllhilfe/Mustervorlage für die Anlagen 5, 6 und 7 wird online zur Verfügung gestellt (s. Download-Bereich).

Die Auszahlung der Mittel durch den Projektträger Jülich erfolgt dann zeitnah.

Die Möglichkeit der digitalen Einreichung zur Abrechnung wird aktuell bearbeitet und soll zeitnah für die Antragstellenden zur Verfügung gestellt werden.

Beim Schlusssachbericht handelt es sich um die abschließende Darstellung des Projektes mit seinem Ergebnis. Insbesondere ist die Auswirkung der getätigten Investition für das Unternehmen darzulegen sowie der Mehrwert in Hinblick auf den Digitalisierungsfortschritt. Von Seiten des Projektträgers erfolgt ein Abgleich mit dem im Antrag dargestellten Digitalisierungsplan.

Eine Vorlage dafür erhalten Sie als Anlage zum Zuwendungsbescheid und wird zum Download zur Verfügung gestellt.

Sämtliche mit der Zuwendung zusammenhängende Unterlagen sind mindestens 5 Jahre nach Vorlage des Verwendungsnachweises aufzubewahren.

Aufbewahrungsfristen nach steuerrechtlichen oder anderen Vorschriften bleiben hiervon unberührt (s. auch 6.8 Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung ANBest-P).

Icons für Mail, Post und Telefon aus Metall liegen auf einem Holztisch
©fotomek - stock.adobe.com

Kontakt

Sie haben Fragen oder benötigen eine Beratung? Hier finden Sie die zuständige Ansprechperson.

mehr

Antragstellung

Anträge und die Teilnahme am Losverfahren können ausschließlich online eingereicht werden. Bitte lesen Sie vorher die  FAQ, in denen wir die häufigsten Fragen zum Programm beantworten.

Antrag einreichen